Archiv zur Kategorie: Open-Source

Spass an Logfiles

Noch nie hat das Verfolgen von Log Dateien in Echtzeit soviel Spass bereitet, wie mit glTail. Einem fantastischem (Ruby basiertem) Tool, das sich einfach per SSH an eine oder mehrere Apache Instanz verbindet, und dort inkrementell die neuesten Einträge per tail abgreift und auswertet. Die grafische Darstellung ist sehr ansprechend mit OpenGL umgesetzt und erinnert stark an ein Pong Spiel zwischen den anfragenden Usern und dem antwortendem Webserver. Das Tool lässt sich mit dem Installieren eines gem Files schnell an den Start bringen, und ist durch eine (leider so gut wie nicht dokumentierte) Konfigurationsdatei in vielen Bereichen anpassbar. Das schön dabei, nicht nur Apache access logs können visualisiert werden, sondern auch weitere Webserver, Mailserver, DB Server Logs.

Grails macht sich b(e)reit …

Nachdem die Version 1.0 in den Startlöchern steckt und noch für Januar angekündigt ist, scheint Graeme Rocher (Grails Vater) sich in bester Laune zu befinden, und macht sich auf, um die an Rails verlorenen Jünger wieder einzuholen. Jedenfalls erweckt sein jüngster Blogeintrag diesen Eindruck, und macht klar, warum Java Entwickler getrost wieder Rails vergessen können.

Toi-toi-toi!

Freie Kommunikation für Flex Entwickler

Seit gestern ist also ein weiterer Open-Source Puzzlestein auf Adobe Labs veröffentlicht worden, das Projekt namens BlazeDS ist in einer ersten Beta Version herunterladbar. Dabei handelt es sich um ein bisher nur komerziell verfügbaren Java Server, der den Transfer von Java Remote Objekten nach Flash ActionScript transportiert. Ausserdem wurde das zugehörige Binärprotokoll AMF offengelegt. Damit kommt die Flex Open-Source Strategie so richtig in Fahrt, ab Anfang nächsten Jahres ist ausserdem der Zugriff auf die Sourcen per Subversion Repository geplant.

Auch InfoQ hat gleich über diese erfreuliche Neuigkeit berichtet, und zitiert ein paar Ausschnitte von einem Interview mit Christophe Coenraets (seines Zeichens Flex Evangelist bei Adobe).

Endlich: Cairngorm bekommt Konkurrenz

Nachdem es im letzten halben Jahr ziemlich ruhig um die Flex Bibliothek Cairngorm geworden ist, kommt die Nachricht um das alternative Application Framework Flest genau richtig. Wie vor ein paar Tagen auf der Flex Open-Source Gruppe bekannt gegeben wurde, kommt es in der Praxis bereits zum Einsatz und enthält neben Cairngorm, auch Einflüsse von Struts und Spring.

Eleganter und schlanker: Hudson vs. CruiseControl

Immer wieder stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn für einen neuen Branch die Konfigurationsdatei von CruiseControl um ein neues Projekt erweitert werden muss, damit die kontinuierlichen Integrationsbuild auch weiterhin rauspurzeln. Definitiv nicht die feine Art der Skalierung. Ein Vergleich von Thoughtworks, der ein paar Vorteile des relativ neuen Tools Hudson zusammenfasst macht auf alle Fälle Appetit. Das JBoss Projekt setzt Hudson ein, hier der Beweis. Vielleicht gibt es sogar in naher Zukunft einen Perforce Adapter

Flex goes Open-Source

Nachdem letztes Jahr die Freigabe des Tamarin Projektes (ActionScript VM gestiftet an die Mozilla Foundation) unter die Mozilla Public License (MPL) schon für einigen Wirbel gesorgt hat, entschloss sich Adobe nun auch das Flex SDK zu öffnen. Ein InfoQ Artikel enthält weitere Hintergründe und gibt Einblick in den weiteren Zeitplan. Weitere Details auch zu den Open-Source Aktivitäten sind auf der Adobe Open-Source Seite zu finden.

Lernen vom “Eclipse Way”

Details zur Arbeit des Eclipse-Teams stellt Martin Lippert in der neuesten Ausgabe des Eclipse Magazins (Vol. 6) vor. Es ist vor allem für den Open-Source Bereich beeindruckend — und erinnert schon fast an die Präzision der Schweizer Uhrmacher — wie genau die Release Daten eingehalten werden. Immerhin müssen mehr als 60 Kernentwickler während des agilen Entwicklungsprozesses versuchen, die Stabilität des Gesamtsystems rechtzeitig zum Major Release zu gewährleisten. Besonders auf die Evolution der API richtet sich die Aufmerksamkeit, nachdem Eclipse eine wichtige Plattform für diverse kommerzielle Produkte geworden ist. Die 12 Monate zwischen zwei Major Release teilen sich ungefähr so auf: Milestone Builds (9 Monate), End Game (1-2 Monate) und Decompression (1 Monat). Gerade diese fehlt ja in sovielen Softwareprojekten und ist sehr wichtig, um dem Team Zeit für Erholung und Reflektion zu geben.

Die Originalpräsentationen (aus Vorträgen von der EclipseCon 2005) auf die sich der Artikel beruft sind hier zu finden:

Neuester Überraschungscoup von BEA: Open JPA

Sehr positiv war ich heute von der Nachricht überrascht, dass BEA den Kern vom gerade erst hinzugekauften Kodo als Open-Source bereitstellen wird. Der Mitbegründer von Solarmetric, Neelan Choksi, beschreibt in einem Interview die Beweggründe und den Umfang von Open JPA. Open JPA wird die Persistenz Architektur gemäß EJB 3.0 Spezifikation implementieren, und sowohl in-container als auch stand-alone verfügbar sein. Wie üblich liefert ein entsprechender TSS Thread weitere Ansichten dazu.


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